Es wird aus Bolivien kommen, denn im Einzugsgebiet hat es geregnet und in Villa Montes stieg der Pegel bereits deutlich. Darüber informierte uns der Leiter der Pilcomayokommission, Darío Medina, in einem Telefoninterview. Dort, wo der Pilcomayo auf Paraguayisches Gebiet kommt, an der Grenze zu Bolivien und Argentinien, betrug der Wasserstand gestern demnach 1,5 Meter Tiefe. Das kann sich bei dem Wasser, das derzeit aus Bolivien zuströmt, jederzeit drastisch ändern.
Bei dem vorigen kräftigen Zustrom von Wasser hatte es viel weiter südlich derart starkes Hochwasser gegeben, dass der Fluss über die Ufer des Kanals gestiegen war und die Straße zwischen Ávalos Sánchez und General Díaz überschwemmt hatte. Am Dienstag wurde dort mit Wegebaumaschinen gearbeitet und die Wegverbindung konnte wiederhergestellt werden.
Sorgen bereitete den Bewohnern von General Díaz, Cacique Sapo und Umgebung der schlechte Zustand der Brücke auf der Strecke, die General Díaz, Cacique Sapo, Kilometer Vier und Escalante miteinander verbindet. In einem Teil der Fahrbahn war die Betonkonstruktion gefährlich stark eingebrochen. Medina erklärte, derzeit arbeite das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation dort, um den Betonblock auszuwechseln.
Ein weiteres Bau-Projekt kündigte der Kommissionsvorsitzende für die Zone Margariño an: Dort würde man gern über den Pilcomayo eine Brücke bauen, um schneller nach Escalante und weiter über die Grenze nach Argentinien zu kommen. Mit dem Bau der Brücke würde man sich zum Teil weite Umwege sparen, um nach Escalante zu kommen.
Immer wieder im Gespräch ist auch die Einrichtung von Wasserreserven am Pilcomayo, wo man das Wasser zu Hochzeiten für Dürrezeiten auffangen könnte. Nach Plänen in diese Richtung gefragt, sagte Medina, solche Wasserreserven müsse das Umweltministerium bewilligen. Auch er betonte die Wichtigkeit von Wasserspeichern, um langfristig Trinkwasser zu haben, besonders in Trockenzeiten. Entlang des Pilcomayo erwarten die Bewohner in den nächsten Tagen einen Wasseranstieg, weil es am Oberlauf des Flusses in Bolivien viel Regen gegeben hat. (ZP-30)