Heute werden im zentralen Chaco wieder Wasserlieferungen aus Asunción erwartet

Der Senator Orlando Penner besucht heute die Zone Rio Verde, wo das Wasser hinkommen soll. Im Gespräch mit Radio ZP-30 sagte Penner, er werde sich vor Ort mit Siedlungsleitern treffen und da sein, wenn die Tankwagen eintreffen. Laut Angaben des Senators haben die Hitze der vergangenen Wochen und ausbleibende große Regen dazu geführt, dass das Wasser in der Zone für die Versorgung der Menschen nicht mehr ausreicht, – geschweige denn für das Vieh.

Die Wetterverhältnisse deuten an, dass es wieder ein hartes Jahr werden könnte, so Penner. Es fehlen die großen Regen, die für Überschwemmung sorgen und den Boden übersättigen. Das bereitet zunehmend Sorge. 220.000 Liter Wasser sollen heute kommen und an 13 Siedlungen von Río Verde verteilt werden. Involviert sind der Katastrophenschutz, SEN, und das Verteidigungsministerium. Der Senator Penner wies darauf hin, dass dieses nur eine Soforthilfe sei, als Übergang, um die Not zu lindern. Die Tatsache, dass mitten im Sommer schon wieder Wasser aus Asunción geliefert werden müsse, sei ein klares Zeichen dafür, dass man an grundlegenden Lösungen zur Wasserversorgung im Chaco arbeiten müsse. Penner wies in diesem Zusammenhang auf das Aquädukt hin, das zumindest eine Teillösung bringen sollte. Er hoffe auf Alternativen zur verlässlichen Wasserversorgung.

Hoffnung legt man jetzt in die Studien, die in mehreren Instanzen laufen, und in 2 bis 3 Monaten zeigen sollen, welche Investition am passendsten wäre, wenn es darum geht, Wasser im größeren Stil in die paraguayischen Chacosiedlungen zu bringen. Wenig Hoffnung sieht der Senator für ein funktionierendes Aquädukt. Das Material und die Bauart verhindern, dass das System hält. Es werde dort immer Probleme geben, mahnte er. Bis klar ist, welche Groß-Investitionen langfristig den Chaco mit genügend Wasser versorgen können und diese in Funktion treten, wird man an Teillösungen arbeiten.

Eine davon ist, Brunnen zu bohren, die Grundwasser liefern. In den Siedlungen von Rio Verde wurde nach Wasser gesucht und man hatte auch welches gefunden. Weil sich nach langem Pumpen in großen Stil das Wasser verschlechtert, bleibt das eine Teillösung. Genau wie die Einrichtung von Wasser-Sammelflächen. In Irala Fernández wurden unlängst mit Hilfe des Verteidigungsministeriums Tümpel gesäubert und Kanäle gebaut, um Wasser schnell weiterzuleiten. Dort hofft man auf eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Siedlungen, der Lokal- und der Zentralregierung. Dass man sich an einen Tisch setze, sich respektiere, unterstütze und gemeinsam zur Tat schreite, so Penner.

Zur Sprache kamen auch das Grundwasser von La Patria, – und die Frage, ob die Möglichkeit bestünde, dieses in die Zone von Nueva Asunción zu leiten. Der Senator versprach, diese Frage mit nach Asuncion zu nehmen, um sie im Kongress zu diskutieren. Er wies darauf hin, dass man überlegen müsse, wie man die Unterwasser-Reserve wieder auffüllen könnte. Außerdem müsse man drauf achten, den Siedlern von La Patria genügend Wasser zu lassen. Es dürfe ihnen nicht weggenommen werden, wenn es danach dort zu Wassermangel komme, gab er zu bedenken.Auf die Frage nach einem neuen System zur Wasserversorgung wollte der Senator nicht näher eingehen. Vielmehr verwies er auf die Studien, die in den nächsten Monaten zeigen werden, was eine gute Alternative sein könnte. Als dringendes Anliegen äußerte der Senator, dass man für große Regen betet.

(ZP-30)