Zumindest in einer ersten Etappe, wie es in der Einladung an die Presse heißt. Heute früh war dazu der Vorsitzende des staatlichen Sanierungsdienstleisters, ESSAP, Luis Fernando Bernal nach Loma Plata gekommen. Bei dem Wasser-Verteilzentrum von ESSAP sprachen wir mit Herrn Bernal. Der sagte, es sei ein Grund zum Feiern, dass das Wasser wieder in den zentralen Chaco kommt. Es sei eine große Herausforderung gewesen, das Aquädukt wieder flott zu machen. Nun aber könne man davon ausgehen, dass das Wasser ununterbrochen hergeleitet wird, versicherte der ESSAP-Chef. Denn obwohl man sich einen noch höheren Druck in der Wasserleitung gewünscht hätte, als es jetzt ist, würden die Rohre jetzt halten, sagte Bernal im Interview mit ZP-30. Nachdem die Leitung auf der ersten Strecke von Puerto Casado bis Loma Plata repariert wurde, liegt die Pump-Leistung derzeit bei 150 m³/h bis 550 m³/h. Die soll in den nächsten Tagen noch deutlich erhöht werden, damit das Wasser bis in die Siedlungen kommt, wohin die Leitungen des Verteilernetzes führen. Bernal nannte in diesem Zusammenhang namentlich Pesempo’ó und Lolita.
Erfreut zeigte sich der ESSAP-Leiter darüber, dass das Wasser schon auch bis Filadelfia kommt. Um die Risse, die es an der Wasser-Sammelstelle im Süden von Filadelfia gibt, will man sich in den nächsten Tagen kümmern, damit das Wasser dort nicht heraus sickert. Das Aquädukt ist ein lang ersehntes, geplantes und seit seiner Einweihung 2020 von Pannen geplagtes Wasserverteilsystem, durch das Wasser vom Río Paraguay in entfernt gelegene Siedlungen landeinwärts in den zentralen Chaco gebracht werden soll. Seit 2022, als das Wasser wegen Brüchen im ersten Teil der Leitung nicht mehr kam, lag das Projekt brach. Nun soll es reaktiviert werden. Der ESSAP-Leiter sagte, für die Pannen und Verzögerungen müsse sich das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation verantworten. Für die Institutionen, die für die Wasserversorgung im Chaco zuständig sind, gelte es nun, nach vorn zu schauen, und dafür zu sorgen, dass das Wasser weitergeleitet wird und dabei auch in die Orte kommt, die diesseits von Loma Plata liegen. (ZP-30)