Die Vorsitzende des nationalen Forstinstituts, Cristina Goralewski, war am Freitag in Loma Plata zu Gast, wo sie Vertreter der Bürgermeisterämter traf. Es war das erste derartige Treffen landesweit. Es ging um die Prozesse, die es zu durchlaufen gilt, in der Handhabung von Bränden. Die Idee ist, eine Interessengruppe von Bürgermeistern und Infona-Vertretern im Chaco zu bilden, wo man bespricht, wie man aufgrund der bestehenden Gesetze mit Bränden umgeht. Man denkt dabei an einen umfassenden Plan, der Umweltaspekte, Luftqualität und Produktion berücksichtigt.
Die Infona-Vorsitzende wies darauf hin, dass die deutliche Mehrheit der Brände in Ostparaguay stattfindet, verursacht meist von Wilderern, die illegal auf der Jagd sind, und Menschen, die Weideflächen abbrennen oder Brandrodung betreiben. Man sprach in diesem Zusammenhang in Loma Plata über verantwortliches Brennen, Missbrauch von Feuer und Sanktionen für illegale Feuer. – Über Regeln, die vorschreiben, wann gebrannt werden darf, zu welcher Jahreszeit zum Beispiel, und unter welchen Bedingungen ein Feuer im Freien entzündet werden darf. Goralewsky wies in diesem Zusammenhang auf die Brände von Chovoreca hin, die im vorigen Jahr zu einer unpassenden Zeit stattfanden, und wo über 300 tausend Hektar Fläche in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Den Bürgermeistern wurden ausführlich die beiden Seiten vor Augen geführt: Wie Feuer verantwortlich und nachhaltig eingesetzt werden kann, und wie eben nicht; – was jeweils die Folgen sind und welche Strafmaßnahmen möglich sind. Die Bürgermeisterämter sind berechtigt, bei Bränden in ihrem Distrikt, Bußgelder zu verhängen, je nach Art der Fläche, die geschädigt wurde: städtisches oder ländliches Gebiet, Gras- oder Weidelandschaft, Naturschutzgebiet, Wald oder Palmenkamp. Bußgelder, die verhängt werden, können zwischen einem und 10 tausend Tagelöhnen umfassen. Ein weiteres Treffen der Bürgermeister aus dem Chaco mit dem Infona soll im März in der Stadt Mariscal José Félix Estigarribia stattfinden. (ZP-30)