Irala Fernández baut eine eigene Feuerwehr auf

In dieser Woche wird im Konferenzsaal der Stadtverwaltung ein Kurs angeboten, wo sich Menschen, die sich für den Beruf des Feuerwehrmannes oder -Frau interessieren, schulen lassen können. Der Kurs begann gestern und geht noch bis morgen. Franzisco Espínola vom Bürgermeisteramt Irala Fermández, erklärte, der Unterricht werde von Mitarbeitern der Katastrophenschutzbehörde, SEN, erteilt. Da geht es neben Brandsituationen in Ortschaften auch um die Bekämpfung von Bränden im Freien, in Wald und Feld. Außerdem beinhaltet die Schulung Anweisungen über Erste Hilfeleistung in Notsituationen.    

Tte. 1ro Manuel Irala Fernández, wie der Distrikt mit vollem Namen heißt, liegt zu beiden Seiten der Transchaco-Straße, im Nordwesten des Departamentes Presidente Hayes. Das ehemalige 25 Leguas gehörte früher zum Distrikt Villa Hayes. 2006 wurde es als eigenständiger Distrikt anerkannt. In dem großflächigen und dünn besiedelten Stadt- und Landkreis leben rund 26.000 Menschen. Die Fernstraße PY-9 führt mitten durch den Stadtkern Irala Fernández. Den Aufbau einer eigenen Feuerwehr für Tte. 1ro Manuel Irala Fernández hält die Verwaltung deshalb für notwendig, weil das Städtchen an der verkehrsreichen Straße wächst. Immer wieder komme es zu Verkehrs-Unfällen und Weidebränden, wo eine Feuerwehr schnell helfen könnte. Dar ohne sei man sehr ungeschützt, gibt die Stadt zu bedenken. Bislang muss im Notfall das Militär aushelfen, das vor Ort eine Basis hat. Die nächstgelegene und bisher einzige Feuerwehr in der Gegend befindet sich in Südmenno, in Paratodo.    

Irala Fernández strebt nun an, ein eigenes Feuerwehrhaus als Sitz einer eigenen Truppe zu haben, die im Brandfall ausrücken kann. Die Stadt lud Interessenten und Erfahrene aus allen Kulturen ein, auch diejenigen, die früher mal einer Gruppe von Feuerwehrleuten vor Ort angehört haben, um dabei zu sein. Es ist der erste von mehreren Kursen, in einer Gruppe von 30 bis 40 Menschen. Der Unterricht beinhaltete gestern Theoretisches. Heute sind Übungen im Freien dran, und morgen der Unterricht in lebensrettenden Maßnahmen und Erstversorgung bei Unfällen. Für den Aufbau einer Feuerwehr hat die Stadt eine Vereinbarung mit der SEN. Die schickt Lehrer und Übungsleiter und hat die Spende eines Hydranten zugesagt, – einer Zapfstelle zur Wasserentnahme. Bürger des Distrikts wollen einen Tankwagen spenden. (ZP-30/Archiv/Wilfried Unrau)