Die Polizei von Boquerón hat eine vielbeschäftigte Woche hinter sich. Im seinem Montags-Bericht über die vergangene Woche erwähnte der Unteroffizier vom Polizeirevier Filadelfia, Freddy Benítez, viel Bewegung von Gefangenen zwischen zuständigen Kommissariaten. Denn es waren zahlreiche in andere Kommissariate überstellt und mehrere gesuchte Straftäter festgenommen worden. Insgesamt gab es drei Festnahmen. 10 verdächtige Straftäter wurden für gerichtliche Anhörungen in Filadelfia in Empfang genommen.
Am Montag, den 25. März, hatte das Kommissariat Nr. 5 von La Patria einen Fall von schwerer Körperverletzung gemeldet. Dazu war es auf einer Estanzia gekommen, wo sich Angestellte zu einer Trinkrunde getroffen hatten, die in Gewalt ausgeartet war. Die verletzte Person wurde ins Regionalkrankenhaus Mariscal Estigarribia gebracht und der Tatverdächtige festgenommen.
In Filadelfia entschied ein Gericht, dass ein Tatverdächtiger in Verwahrung bleiben muss. Die Abteilung für Sicherheit und Ordnung von Filadelfia meldete die Überstellung von zwei Straftätern nach Concepción, die nach einer Anhörung vor Gericht, dort ihre Haft antreten müssen.
Am Dienstag meldete das Kommissariat Nr. 3 Loma Plata einen Gefangenentransport nach Asunción, wo die jeweiligen Fälle weiterverhandelt werden. Außerdem ging die Abteilung für Ordnung und Sicherheit von Neuland einem Fall von mutmaßlichem Kindesmissbrauch nach. Dem Kommissariat Nr. 9 Buzarquis und der Polizei aus Neuland gelang es, gemeinsam einen Tatverdächtigen zu fassen, der wegen eines Falles von mutmaßlichem Kindesmissbrauch von der Polizei Filadelfia gesucht wurde. Am Mittwoch entließ das Kommissariat Nr. 1 Filadelfia zwei Personen aus der Arrestzelle, die vom Gericht entlastet wurden.
In Loma Plata konnte die Polizei am Donnerstag nach Ermittlungen die Tatverdächtigen in einem Fall von Diebstahl festnehmen. Auch das als gestohlen gemeldete Diebesgut konnte komplett zurückerlangt werden. Am selben Tag meldete die Abteilung für Ordnung und Sicherheit Loma Plata die Festnahme von zwei mutmaßlichen Straftätern, auf die ein Haftbefehl ausstand. Ebenfalls wegen Diebstahls.
Am Freitag kamen aus Concepción acht Häftlinge nach Filadelfia, die hier vor Gericht erscheinen müssen. Die Polizei von Filadelfia meldete zudem die Überstellung eines Straftäters, der wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs für 10 Jahre hinter Gitter muss. Das Urteil war in einer Gerichtsverhandlung am Donnerstag gefallen.
Am Samstag nahm die Abteilung für Ordnung und Sicherheit in Filadelfia einen Mann wegen Diebstahls fest. Durch die sozialen Netzwerke war ein Video verbreitet worden, dass diese Person zeigte, wie sie versucht hatte, in dem Stadtviertel Amistad die „Bäckerei Figueredo“ zu überfallen. Dank der schnellen Reaktion des Eigentümers konnte der Überfall verhindert werden. Durch Ermittlungen des zuständigen Kommissariats und mit Hilfe von Überwachungskameras konnte der Täter ermittelt werden: Ein 17-jähriger, der mit Hilfe von Hinweisen der Anwohner gefunden und den Behörden letztendlich von seinem Vater übergeben wurde.
Aus Pedro P. Peña meldete das Kommissariat Nr. 7 einen kuriosen Fall von Körperverletzung durch eine Schusswaffe. Ein Mann, der nach Feierabend mit seinem Motorrad nach Hause fahren wollte, fiel dabei hin und schoss sich mit der eigenen Waffe, die er bei sich trug, ins Bein. Der Mann musste mit einem Kleinflugzeug nach Asunción gebracht werden, weil wegen des anhaltenden Regens per Land kein Transport möglich war.
In Loma Plata nahm die Polizei am Samstag bei einer Verkehrskontrolle einen Mann fest, auf den drei Haftbefehle ausstanden. Der Mann war mit gefälschten Dokumenten unterwegs. Als man die Daten im System überprüfte, stellte sich heraus, dass er in Wirklichkeit in mehreren Fällen von häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch als Verdächtiger gesucht wird. Am Sonntag überstellte die Polizei von Loma Plata drei Häftlinge nach Asunción, wo sie ein Prozess erwartet. In der Arrestzelle beim Hauptkommissariat Filadelfia sitzen derzeit 12 Tatverdächtige. Soweit der Polizeibericht von der vergangenen Woche im Departament Boquerón.
Laut Angaben des Unteroffiziers Benítez sind nach den großen Regenfällen der vergangenen Tage derzeit drei Polizeireviere in Boquerón von der Außenwelt abgeschnitten. Das von Pozo Hondo seit 15 Tagen. Das Polizeipersonal, das alle 15 Tage Schichtwechsel macht, wurde in Pozo Hondo per Flieger ausgetauscht. (ZP-30)
Hilfe für Überschwemmungsopfer in Alto Paraguay. Der für Hilfe in Notsituationen Zuständige in der Departamentsregierung, Virgilio Gavilán, sagte heute Vormittag im Interview mit Radio ZP-30, es habe fast im gesamten Departament Alto Paraguay starke Regenfälle gegeben. Am stärksten betroffen ist der Distrikt Fuerte Olimpo. Heute früh meldeten Toro Pampa und María Auxiliadora nochmal Regen. Diese und zahlreiche weitere Orte sind durch Wasser von der Außenwelt abgeschnitten. Betroffen sind über 2.000 Menschen. Wenn man die Regenfälle der vergangenen Tage zusammenzählt, fielen 500 bis 600 Millimeter, wie Gavilán erläuterte.
Die meisten Wege sind unterbrochen, unbefahrbar oder nur mit dem Traktor zu bewältigen. In Toro Pampa hat man sich mit Maschinen organisiert, um von da aus an Wegen, Gräben und Kanälen zu arbeiten. Laut Angaben des Funktionärs ist Hilfe aus Asunción unterwegs. Konvois der Katastrophenschutzbehörde, SEN, bringen direkt Hilfsgüter per Fluss nach Carmelo Peralta. Von dort aus will man mit Booten dringend Benötigtes nach Fuerte Olimpo und Bahía Negra bringen. Im Laufe des Tages wird ein Hubschrauber aus der Hauptstadt erwartet. Dann will man dort, wo es notwendig ist, Menschen evakuieren und Hilfsgüter aus der Luft verteilen. Bei Km. 65, auf dem Weg der Toro Pampa mit der Bioceánica verbindet, wird ein Logistikzentrum eingerichtet, von wo aus Hilfsgüter per Hubschrauber in die isolierten Orte gebracht und aus der Luft verteilt werden. Die einzige wetterfeste Landepiste, wo Flieger derzeit landen könnten, liegt in Fuerte Olimpo.
Der Katastrophenschutzbeauftragte der Gobernación bestätigte, dass praktisch alle Estanzias in dem Departament betroffen sind. Man habe aber die Daten zur Hand, um im Bilde über die jeweilige Situation zu sein, so Gavilán. Der Notstand war in Alto Paraguay am Wochenende ausgerufen worden. Er gilt zunächst für 15 Tage. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Not-Situation noch länger bestehen werde, schätzt der Departamentsbeauftragte. Derart viel Regen gab es in Alto Paraguay seit 2014 nicht mehr. Betroffen von Überschwemmung und Isolation durch Wassermassen sind in dem Departament in den vier Distrikten zusammen 195 Familien, – insgesamt 2.170 Menschen. (ZP-30)
Der Künstler und Komponist zahlreicher Guaranias, Ricardo Pilo Lloret, ist gestorben. Der Dichter Mario Rubén Álvarez bestätigte gegenüber der Tageszeitung Última Hora, dass der Komponist Lloret am gestrigen Montagnachmittag verstorben ist. Ricardo Pilo Lloret wurde 85 Jahre alt und starb nach langer Krankheit.
Seit dem Jahr 1960 beschäftigte sich Lloret mit der paraguayischen Musik, spezifisch mit dem Stil der Guarania. Zu seinen Werken zählen unter anderem „Playas de Santa Catarina“, „Areguá“, „Brisas de Caacupé“ und “Cuando los lapachos salpiquen su flor”. Ein besonderes Stück dieses Komponisten ist die Hymne der Südamerikanischen Fußball-Vereinigung, Conmebol. Seine Art von Musik, die Guarania, wurde im Dezember letzten Jahres von der Unesco offiziell zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt.
Lloret soll am 1. April auf dem Friedhof La Recoleta beigesetzt werden. Álvarez beschrieb den Komponisten und Künstler von Guaranias, Ricardo Pilo Lloret, als einen einfachen, großzügigen und hilfsbereiten Mann. Das Vermächtnis von Lloret wird durch seine Werke weiterleben, so der Dichter Álvarez. (Última Hora)
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