Im Departament Alto Paraguay ist der Notstand ausgerufen worden. Der Departamentsrat von Alto Paraguay hat nach Angaben der digitalen Plattform ADN den Notstand für das Departament erklärt. Grund sind die großflächigen Überschwemmungen. Nach anhaltenden starken Regenfällen stehen viele Ländereien komplett unter Wasser und längere Wegstrecken sind unbefahrbar geworden.
Der Notstand würde für 100 Tage gelten. Die Departamentsregierung will nun, gemeinsam mit der Zentralregierung, den vom Hochwasser Betroffenen die notwendige Hilfe zukommen lassen. Von der Außenwelt abgeschnitten sind unter anderem die Ortschaften Toro Pampa, Fuerte Olimpo, María Auxiliadora, San Carlos, Karandayty, Fortín Florida und Bahía Negra. Die Behörden vom Departement Alto Paraguay befürchten, dass sich die Situation durch die angekündigten weiteren Regenfälle noch verschlimmern wird. (adndigital)
Ein Anstieg des Río Paraguay bringt Erleichterung am Paso Bermejo. Darüber schreibt die Zeitung Última Hora. Ein leichter Anstieg des Pegels am Paraguay-Fluss erleichtert weiter südlich die Durchfahrt von Handelsschiffen in der Region Paso Bermejo bei Pilar. Der Wasserstand im Paraguayfluss steigt seit einigen Tagen langsam aber kontinuierlich an. Trotzdem bleibe die Lage angespannt, erklärte der Vorsitzende des Verbandes paraguayischer Reeder und Schiffseigentümer, CAFYM, Raúl Valdez, der Zeitung. Das steigende Wasser bringe zwar Erleichterung, der Schiffsverkehr sei aber weiterhin stark eingeschränkt, so Valdez.
Das Problem an der Mündung des Bermejo-Flusses werde voraussichtlich noch mindestens zwei Wochen andauern, schätzt der CAFYM-Vorsitzende. Zu Beginn der vorigen Woche stauten sich rund 500 Schiffe am Paso Bermejo. Neue Sedimente, die das Wasser aus dem oberen Einzugsgebiet des Bermejo runterbrachte, blockierten erneut die von den Baggern freigelegten Kanäle.
Die Verzögerungen bei der Durchfahrt auf dem Paraguayfluss haben spürbare wirtschaftliche Folgen, wie es heißt. Die Frachtkosten steigen, und die verspätete Ankunft von Rohstoffen beeinträchtigt die Industrie. Außerdem sinkt das Exportvolumen von Soja. Jede feststeckende Schiffsladung verursacht täglich Kosten von rund 26 Tausend US-Dollar. Die Gesamtverluste durch Verspätungen und dadurch anfallende vertraglich festgelegte Bußgelder könnten sich auf mehr als US$20.000.000 belaufen, erklärte der CAFYM-Vorsitzende, Raúl Valdez. (Última Hora)
Schweinefleisch wird aus dem Programm „Hambre Cero“ genommen. Die Massnahme ist vorübergehend, und gilt für das Schüler-Menü in den Departamenten Central und Presidente Hayes, wie die staatliche Nachrichtenagentur, IP-Paraguay und La Nación berichten. Das Schweinefleisch in dem Gericht „Geschnetzeltes mit Kartoffeln“ wird kurzfristig durch Rindfleisch ersetzt, weil sich Eltern gegen Schweinefleisch in Schülermahlzeiten ausgesprochen hatten.
Das Thema ging in der vorigen Woche durch die Presse und hatte eine kleine Debatte darüber ausgelöst, wie gesund Schweinefleisch ist. Zahlreiche Eltern hatten kritisiert, dass Schweinefleisch Teil des Menüs an den staatlichen Schulen ist. Daraufhin hatte die Regierung eine Umfrage zum Thema durchgeführt. Diese habe ergeben, dass die Haltung zum Schweinefleischkonsum unter den Eltern sehr verschieden ist, erklärte der Minister für soziale Entwicklung, Tadeo Rojas. Er gab zu bedenken, dass es über das Schweinefleisch viele Vorurteile gebe.
Die Gerichte, die im Rahmen von „Hambre Cero“ an Schulen verteilt werden, wurden von dem staatlichenInstitut für Ernährungs- und Nahrungsmittelsicherheit, INAN, ausgewählt. Von den 30 Gerichten enthalten zwei Schweinefleisch: „Picadito de carne de cerdo con papas“, also Schweinegeschnetzeltes mit Kartoffeln und „Guiso de cerdo“, zu Deutsch Eintopf mit Schweinefleisch. Das Fleisch sei dabei als bedenkenlos eingestuft worden, so der Minister. Schweinefleisch wird nun vorübergehend aus den Gerichten gestrichen und mit Rindfleisch ersetzt. Das INAN soll prüfen, ob die Gerichte mit Schweinefleisch verfeinert oder verbessert werden können, damit es bei den Kritikern besser ankommt. (IP Paraguay, La Nación)
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